Das vierte Hauptfach ab der Jahrgangsstufe 7

Neben den bereits bekannten Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik kann Ihr Kind seinen besonderen Neigungen und Interessen entsprechend ein viertes Hauptfach, das sogenannte Neigungsfach wählen.
Dieses Fach wird am Ende der Jahrgangsstufe 6 für vier Jahre, also bis zur Klassenstufe 10, gewählt. Das ist eine lange Zeit, in der das Neigungsfach als viertes Hauptfach die Schülerinnen und Schüler begleiten wird. Deshalb sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind gründlich überlegen, welches Fach am besten zu den Interessen Ihres Kindes passt.
Egal für welches Neigungsfach Sie und Ihr Kind sich auch entscheiden, alle Hauptfächer werden wöchentlich 3 Stunden mit drei Klassenarbeiten pro Halbjahr unterrichtet. Ebenso können alle Fächer gleichermaßen zu einem qualifizierten Abschluss der Realschule mit allen Möglichkeiten führen, die dieser Abschluss eröffnet, also auch dem Weg in die gymnasiale Oberstufe.
Nur in begründeten Ausnahmefällen kann im ersten Halbjahr der Klasse 7 bei erkennbaren Fehlwahlen ein Kurswechsel vorgenommen werden.
Unterstützung bei der Entscheidung bieten auch gerne die Fachlehrerinnen und Fachlehrer und die Beratungslehrerin Frau Minwegen.
Als Wahlmöglichkeiten bieten wir folgende Schwerpunkte an:

Informatik

Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien haben in nahezu alle Bereiche unseres Lebens Einzug gefunden. Das berufliche, öffentliche und private Leben wird unmittelbar durch die automatische Beschaffung, Verarbeitung, Übertragung und Auswertung von Informationen beeinflusst. Im Berufsleben ist der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien nicht mehr wegzudenken.

Um die Schülerinnen und Schüler auch auf ihr zukünftiges Berufsleben vorzubereiten, wird im Informatikunterricht gezielt auf die wichtigen Aufgabenfelder und Themenbereiche hingearbeitet.

Es werden grundlegende mathematische Kenntnisse benötigt.

Große Themenbereiche der Informatik sind unter anderen die Textverarbeitung unter besonderer Berücksichtigung der ansprechenden Gestaltung von Texten.

Die Tabellenkalkulation mit Einblick in das Rechnungswesen.

Präsentationen mit geeigneter Software, die den Schülern ermöglicht eigene Inhalte medial aufzubereiten und angemessen in Bild und Ton vorzustellen.

Das Internet mit seinen Möglichkeiten schnell an Informationen zu gelangen und diese kritisch zu beurteilen, aber auch mit der Erstellung eigener Seiten um Informationen weiter zu geben.

Die Programmierung mit der Erstellung eigener kleiner Programme, die Abläufe aus der Realität simulieren oder Geräte und Maschinen steuern können.

Die Bildverarbeitung mit der Möglichkeit der Manipulation bis hin zu 3D-Animationen.

Die Schüler arbeiten eigenständig an eigenen Computerarbeitsplätzen und haben die Möglichkeit, die Arbeitsmaterialien und die bereits gestellten Programme auch zu Hause zu nutzen.

naturwissenschaftlich-technisch (Biologie)

Biologie - Einordnung des Faches und Ziele

Der Schwerpunkt des Biologieunterrichts liegt auf der Vermittlung grundlegender naturwissenschaftlicher Kenntnisse:

  • Kenntnisse und Einsichten über die Natur
  • Schulen des Wahrnehmungs-, Denk- und Urteilsvermögens
  • Wecken von Freude und Interesse an der Natur
  • Kenntnisse über den menschlichen Körper

Die Inhalte umfassen Themen aus den Bereichen Umwelt – Mensch – Gesellschaft.
Im Fach Biologie ergeben sich daher Fragestellungen, die Fächer übergreifend sind und viele Disziplinen einschließen: Physik, Chemie, Mathematik, Medizin, Erdkunde, Technik.

Die Schüler lernen, in Zusammenhängen zu denken und ihr Handeln nach den Erkenntnissen auszurichten. Dabei wenden sie folgende Arbeitsweisen an:

  • Beobachten und Betrachten
  • Untersuchen
  • Experimentieren
  • Halten und Pflegen
naturwissenschaftlich-technisch (Chemie)

Chemie - Einordnung des Faches und Ziele
   
Chemie ist die Wissenschaft von den Stoffen, ihren Eigenschaften und ihren Veränderungen.
Chemie ist Leben, und Leben ist Chemie. Oder anders gesagt: Ohne Chemie geht es nicht.
Heute kennt man 118 Elemente (chemische Grundstoffe), ca. 22 Mio. organische und etwa 100 000 anorganische Verbindungen. Selbst Fachleute verlieren da den Überblick.
Die Schülerinnen und Schüler erfahren deshalb im Chemieunterricht eine chemische Grundbildung, die im Wahlpflichtbereich natürlich umfangreicher und intensiver ausfällt, gerade auch im Hinblick auf eine gezielte Berufsvorbereitung (Chemikant, Chemielaborant).

Arbeitsweisen

Im heutigen Chemieunterricht werden Kompetenzen vermittelt. Dabei werden folgende Kompetenzbereiche unterschieden:
Umgang mit Fachwissen (chemische Vorgänge beschreiben, Fachbegriffe korrekt verwenden)
Erkenntnisgewinnung (Versuche planen, durchführen und auswerten)
Kommunikation (Informationsquellen nutzen, Informationen weitergeben)
Bewertung (zu kontroversen Ansichten über chemische Sachverhalte Stellung beziehen)

Themen

Diese Kompetenzen werden in Zusammenhang mit den folgenden Inhaltsfeldern  vermittelt:

Klasse 7    

Stoffe und Stoffeigenschaften
Stoff- und Energieumsätze bei chemischen Reaktionen

Klasse 8  

Luft und Wasser
Metalle und Metallgewinnung

Klasse 9    

Elemente und ihre Ordnung
Säuren, Laugen, Salze
Elektrische Energie aus chemischen Reaktionen

Klasse 10

Stoffe als Energieträger    
Produkte der Chemie

Fremdsprachlich - Französisch

Mit Französisch als zweiter Fremdsprache ist die Möglichkeit gegeben, in einem sich vereinenden Europa neben Englisch eine weitere moderne Fremdsprache zu erlernen. Ein Jahr hatte Ihr Kind bereits die Möglichkeit, die Sprache kennen zu lernen und sich mit der Arbeitsweise auseinander zu setzen. Jetzt gilt es, dies weiter zu führen.

Hauptziel des Faches ist die Sprachkompetenz, d.h. sich situations-, partner- und sachgerecht in der Fremdsprache äußern zu können. Um dies zu erreichen, werden die Fertigkeiten Hören - Verstehen, Sprechen, Vermitteln zwischen zwei Sprachen, Lesen-Verstehen und Schreiben geschult.
Anhand verschiedener Textsorten und Sprechsituationen werden landeskundliche Kenntnisse vermittelt.
Grammatische Inhalte werden in gewohnter Arbeitsweise, aber auch anhand von Lernspielen und Partnerübungen eingeübt und trainiert.

Die praktische Anwendung der Sprache findet in Kursfahrten (z. B. Lüttich, Paris) statt.
Videoszenen, Hörstücke, Zeitungsausschnitte und erste Literaturkontakte gehören zur ergänzenden Arbeit.
Von besonderer Bedeutung ist die Wahl oder Abwahl der zweiten Fremdsprache im Hinblick auf einen möglichen Übergang zum Gymnasium nach der Klasse 10. Dort muss eine zweite Fremdsprache in der gymnasialen Oberstufe gewählt werden, falls diese nicht vier Jahre lang in der Sekundarstufe I erlernt wurde.

Sozialwissenschaften

Um in diesem Fach erfolgreich zu sein, sind folgende Interessensgebiete als Voraussetzungen wünschenswert:

Interesse an der aktuellen Tages- und Wirtschaftspolitik
Interesse an Geschichte, Politik und Erdkunde
Gutes Textverständnis, um schwierige Sachverhalte verstehen und mit eigenen Worten wiedergeben zu können

In den verschiedenen Jahrgangsstufen werden u. a. folgende Themenbereiche behandelt:


Jahrgang 7:

  • Der einzelne und die Familie
  • Wirtschaftliches Handeln will gelernt sein
  • Medien und Werbung

Jahrgang 8:

  • Wirtschaftsakteure: Unternehmen, private Haushalte, Staat
  • Der Markt: Angebot und Nachfrage
  • Jugend und Recht

Jahrgang 9:

  • Wirtschaftsmodelle
  • Die soziale Frage in der Marktwirtschaft
  • Armut und Reichtum

Jahrgang 10:

  • Wirtschafts- und Sozialpolitik
  • Die EU aus politischer und ökonomischer Sicht
  • Internationale Beziehungen als Basis für Friedens- und Zukunftssicherung