Erich Kästner Realschule
der Stadt Brühl
Römerstraße 294
50321 Brühl

Tel.: 02232 500610
Fax: 02232 5006115
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SCHULPROGRAMM der Erich Kästner-Realschule

(Stand: Oktober 2011)

Grundwerte im Erziehungsauftrag

Erziehung zur Selbstständigkeit, Mündigkeit und sozialer Verantwortung setzt voraus, dass der Schüler seinem Alter und seiner Einsichtsfähigkeit entsprechend an der Gestaltung des Schullebens teilhat. Erziehung zur Mündigkeit bedeutet zugleich, dass jeder einzelne die allgemein verbindlichen Rechtsnormen achten lernt, zur Wahrnehmung seiner Pflichten in Staat und Gesellschaft bereit wird und die Rechte der anderen als Schranke der individuellen Entscheidungs- und Handlungsräume erkennt.


(RdErl. des Kultusministers vom 8.11.1978)


Im Vertrauensausschuss der Schulkonferenz, bestehend aus Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen, wurden die Grundwerte des schulischen Zusammenlebens vereinbart, und es wurde sich darauf verständigt, gezielt auf deren Einhaltung zu achten.

Anknüpfend an die Hausordnung wurde ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der für alle deutlich und verbindlich festlegt, welche Konsequenzen bei Ordnungswidrigkeiten zu erwarten sind.



Zum Teil fließt die Bewertung der Einhaltung der Grundwerte in die neuen Bemerkungen zum Arbeits- und Sozialverhalten im Zeugnis mit ein. Damit Eltern frühzeitig nach Aufnahme ihrer Kinder in die neue Schule Rückmeldungen über das Verhalten ihrer Kinder erhalten, wird in der Erprobungsphase ein zusätzlicher Beurteilungsbogen zum Arbeits- und Sozialverhalten angelegt, der nicht nur zu den Zeugnissen, sondern jeweils zum Quartal die Eltern informiert. Dieser Bogen hat den Vorteil, dass er einige Kernpunkte des Verhaltens aufgeschlüsselt zeigt, nach Fächern differenziert, und damit ein feineres Beurteilungsraster bietet.


Schwerpunkte der Schullaufbahn

Das Erprobungskonzept für die Klassen 5 und 6


Der Übergang von der Grundschule zu einer weiterführenden Schule wird durch Lernformen unterstützt, die an die Grundschulpädagogik angelehnt sind, wie z. B. Freiarbeit, Wochenarbeit, Projektarbeit und Gruppenarbeit.


Die Erziehungsarbeit in der Erprobungsstufe der Klassen 5 und 6 hat zum Ziel, bei den SchülerInnen Regelbewusstsein im schulischen Umfeld zu verstärken. Klare Vereinbarungen über die ausgehandelten Verhaltensregeln in und außerhalb der Klassengemeinschaft und die Forderung nach konsequenter Einhaltung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Erziehungsarbeit der ersten beiden Jahre.


Großen Wert legen wir auf die Festigung von sozialen Verhaltensweisen, worunter wir unter anderem das Zuhören lernen, die gegenseitige Rücksichtnahme und Primärtugenden wie Pünktlichkeit, Ordnung, Höflichkeit verstehen. Die Beherrschung dieser Tugenden dient auch der Stärkung des Ich-Bewusstseins und des Wir-Gefühls, die eine wichtige Voraussetzung für das Wohlfühlen und den Lernerfolg in der Klasse darstellen. Der Feedback-Bogen zum schulischen Verhalten, der in diesen zwei Jahren eingesetzt wird, knüpft genau daran an.

Die Betonung des sozialen Lernens an unserer Schule setzt natürlich auch eine enge Zusammenarbeit der FachlehrerInnen untereinander und intensive Kontakte zu Eltern und SchülerInnen voraus. Diese Kontakte werden unter anderem gepflegt durch Klassen-Pflegschaftsgespräche, regelmäßige Erprobungsstufenkonferenzen, Elternstammtische, Klassenausflüge und Klassenfahrten.

Schwerpunkt in Klasse 5 im Bereich des Methodentrainings sind elementare Lern- und Arbeitstechniken zur Eigenorganisation des Lernprozesses z. B. Heftführung, Hausaufgaben, Fragen der Zeiteinteilung. In der Jahrgangsstufe 6 wird das Lernangebot erweitert, damit individuelle Fähigkeiten und Neigungen gefördert werden. Neben Französisch werden alternativ Sozialwissenschaften und Naturwissenschaften unterrichtet.


Erste Schwerpunktsetzung in den Klassen 7 und 8


In diesen Jahrgängen motivieren wir die SchülerInnen verstärkt durch fächerübergreifendes, produkt- und projektorientiertes Arbeiten und ein vielfältiges Angebot an Lernmöglichkeiten in Museen, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen. Firma Mauser z. B. öffnet ihre Pforten für eine besonders auf die Schüler zugeschnittene betriebliche Erkundung. Dabei geht es neben dem Aufbau und den Arbeitsabläufen in einem mittelständischen Unternehmen auch um den Schwerpunkt „Qualifikationen in unterschiedlichen Berufsfeldern“.


Von 2001/2002 bis 2004/05 nahm unsere Schule am NRW - Projekt Schule und Wirtschaft teil. Daher liegt seitdem der Schwerpunkt des Faches Sozialwissenschaften auf dem Bereich Wirtschaft. Über einen Zeitraum von über drei Jahren wurden nach und nach für die Klassen 8, 9 und 10 Lerninhalte mit ökonomischen Inhalten erprobt und verbindlich in den Stoffverteilungsplan aufgenommen.

Die neue Schwerpunktsetzung auf ökonomische Aspekte gesellschaftlicher Entwicklung versteht sich auch als Teil einer Gesamtkonzeption der Erich Kästner-Realschule, die eine intensivere Verzahnung von Theorie und Praxis zwischen Schule und Beruf anstrebt. Sichtbarer Ausdruck dieser Verzahnung ist die seit Beginn des Schuljahres 2002 bestehende Kooperationsvereinbarung zwischen der Firma Mauser und der Erich Kästner-Realschule. Hinzu kommt seit 2007 auch eine Kooperation mit der Shell AG (Anlagen 6, 7, Evaluationen).

Eine systematische Einführung in informatische Bildung wird im Halbjahresblock im Wechsel mit Kunst in der 8 gewährleistet.

Hinführung zur Berufswahl in den Klassen 9 und 10

 

Schwerpunkt in den Klassen 9 und 10 ist außer der Wissensvermittlung die Berufswahlvorbereitung, seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Zur berufsvorbereitenden Ausbildung gehört das Angebot von berufskundlichem Unterricht, Berufsberatung, Betriebserkundungen, Ausbildungsmessen und Betriebspraktika, sowie Besuche im Arbeitsamt und im Berufsinformationszentrum.

Gleich zu Beginn der Klasse 9 erfolgt im Rahmen des Faches Deutsch eine ausführliche Unterweisung zum Erstellen einer Bewerbungsmappe, zunächst um einen Praktikumsplatz. Das Verfassen von Anschreiben auf Anzeigen und Spontanbewerbungen sowie das Erstellen des Lebenslaufs werden intensiv trainiert. Firma Mauser bietet den SchülerInnen die Möglichkeit zu einem Bewerbungstraining ihrer Personalabteilung und zu fiktiven Einstellungsgesprächen. Am Ende des ersten Halbjahrs der Klasse 9 absolvieren die SchülerInnen das dreiwöchige Betriebspraktikum.

Gleichzeitig ist eine breite Themenpalette zur Berufswahl verbindlicher Bestandteil des Politikunterrichts. Die erweiterte Blickrichtung des Faches Sozialwissenschaften bietet ebenfalls die Möglichkeit, stärker als bisher an einige, von RealschulabsolventInnen bevorzugte Berufsfelder wie höhere Berufsfachschulen wie Handelsschulen, Berufskollegs mit Schwerpunkt Wirtschaft anzuknüpfen, ohne die RealschülerInnen auf nachfolgende Schul- und Berufslaufbahnen festzulegen.


Fächer- und jahrgangsübergreifende Schwerpunkte

Das Lernen lernen – Methodentraining


Um die Lernkompetenz der SchülerInnen zu fördern und das „Lernen lernen“ zu entwickeln, erarbeiten wir Themenbausteine (z. B. Hausaufgaben, Mindmapping), die beginnend mit der 5. Klasse eingeführt, geübt und angewandt werden. Den SchülerInnen werden dabei grundlegende lernbiologische Kenntnisse vermittelt z. B. effektives Lernen durch Wiederholung, Ansprechen verschiedener Sinneskanäle, Portionieren der Lerneinheiten, Einbeziehen von Lernpausen. Darüber hinaus lernen sie, dass sie die unterschiedlichen Funktionen der beiden Gehirnhälften zur Leistungsoptimierung nutzen können, indem sie die Technik des mentalen Visualisierens kennen lernen und nutzen.

Die Bausteine werden im Laufe eines Schuljahres und den darauf folgenden Schuljahren systematisch wiederholt und vertieft (Methodenpflege). Dabei kommen diese Methoden in allen Unterrichtsfächern zur Anwendung und sind für alle LehrerInnen verbindliche Bestandteile der Arbeit.

Die Erarbeitung der Bausteine erfolgt an bestimmten Schwerpunkttagen, d. h. KlassenlehrerIn und SchülerInnen arbeiten einen gesamten Vormittag an einem Baustein (Methodentrainingstage, siehe Evaluation S. 18). Unser Ziel ist, dass Schüler eigenverantwortlich arbeiten und lernen.

Dabei sollte Lernen nicht das Produkt von Versuch und Irrtum, sondern das Resultat methodischen Vorgehens sein. Aus diesem Grunde trainieren wir quer durch unsere Fachgebiete:

Methoden zur selbstständigen Informationsgewinnung

Dies beinhaltet u.a. gezieltes Markieren, Exzerpieren, Nachschlagen sowie Auswerten von Tabellen, Lexika und Schaubildern.

Methoden zur produktiven Informationsverarbeitung

Hier geht es z. B. um Strukturieren und Reduzieren von Textinhalten sowie um die Visualisierung von statistischem Zahlenmaterial in Diagrammen und die Darstellung von Unterrichtsergebnissen in visualisierter Form, z. B. als Wandzeitung.

Methoden zur Argumentation und Kommunikation

Dies wird u.a. in Frage-Antwort-Spielen, Begründungs-, Rollen- und Planspielen oder auch Debatten geübt.

Methoden zum Üben und Wiederholen

Hierhin gehören Techniken, die der Verbesserung der Lern- und Gedächtnisleistung dienen und auch bei der Vorbereitung von Tests und Klassenarbeiten helfen. Wir legen beispielsweise Lernplakate oder Mindmaps an, arbeiten mit Lernkarteien oder führen Einheiten zu freiem Arbeiten und Üben durch.


Neue Medien und Technologien


Es ist unser Ziel, die Arbeit am Rechner in möglichst viele Klassenstufen und Fachbereiche zu integrieren. Den SchülerInnen wird der Umgang mit Anwender-Programmen, mit Lexika und mit speziellen Lern- und Trainingsprogrammen der Lehrwerkanbieter vermittelt.

Die Fachkonferenzen legen fest, in welchem inhaltlichen oder methodischen Bereich der Einsatz des Computers angebracht ist. Angestrebt wird immer die Erkenntnis, dass der Rechner sinnvolles Hilfsmittel und Werkzeug ist, auf das in der modernen Arbeitswelt kaum mehr verzichtet werden kann.

Beispiele aus dem Schulunterricht: Schreiben von Beiträgen für die Schülerzeitung, Erstellung der Bewerbungen um einen Praktikumsplatz und der Praktikumsmappe, Referate in Form von Präsentationen, E-Mail-Partnerschaften mit den Deutschlernenden in Nozay (Partnerschule inFrankreich), Mathe-Trainer zu speziellen Schwerpunkten, landeskundliche Recherchen im Fremdsprachenunterricht, u.v.a. mehr.

Die Klassen 8 erfahren in halbjährigen Kursen eine gezielte und kontinuierliche Einführung in Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und Internetnutzung. Das Curriculum Informationstechnologische Grundlagen (ITG) beinhaltet grundlegende Bausteine, die den Schülerinnenn und Schülern diese Anwenderprogramme erschließen und nutzbar machen. Diese Bausteine unterliegen der permanenten Evaluation, da ihr Sinn und Nutzen mit Hilfe von Portfolios bei jedem Durchgang von den Schülern bewertet wird. Das Curriculum wird dann entsprechend revidiert.

Der erste Erhebungsdurchgang zeigt, dass die meisten Schüler bereits am Rechner und auch schon mit Textverarbeitungsprogrammen gearbeitet haben. Die Grundlagen der Arbeitsweise eines Rechners sind aber nur ganz wenigen vertraut. Die Kenntnisse in den Anwendungsprogrammen beruhen meist auf ‚Versuch und Irrtum’ – Verfahren, weniger auf qualifizierter Anleitung. Deshalb legen wir größten Wert auf Grundlagen und auf sinnvolle und durchdachte Anwendung zur optischen Präsentation von Inhalten. Es wird vermutet, dass Mädchen im Eingangsverhalten und in den Lernfortschritten unterschiedliche Ergebnisse erzielen. Daher wurden die Portfolios im letzten Schuljahr geschlechtsspezifisch ausgewertet.

Zum jeweiligen Halbjahreszeugnis erhalten die SchülerInnen einen qualifizierten Teilnahmenachweis, den sie bereits Anfang der Klasse 9 in ihre Bewerbung um einen Praktikumsplatz als Pluspunkt einbringen können.

Im AG-Bereich Informatik können die in Klasse 8 erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten vertieft und erweitert werden. Diese Kurse nehmen an der jährlich angebotenen Internetrallye und an der Fortbildung der Computerschule der Kreissparkasse teil. Die SchülerInnen lernen auch, ihre eigene Homepage mit HTML und Anwenderprogrammen zu erstellen, und gewinnen Einblick in das Datenbankprogramm Access.


Fächer- und jahrgangsübergreifende Aktivitäten

Das Verkehrs- und Mobilitätskonzept der Schule

Themenbereich wird ausführlich behandelt in/durch
Klassen 5 und 6  
Die neue Schulumgebung: Straßenführung, Schulwege, sichere Übergänge, Gefahrenstellen Politik, Erdkunde Klassenlehrer
Bewertung der Verkehrswege Broschüre der Stadt Brühl
Bewegungssicherheit: Training sensomotorischer Fähigkeiten Sport

Der Rad fahrende Schüler: Fahrverhalten und Verkehrssicherheit

Fahrradkontrolle durch die Polizei,Politik
   
Klassen 7 und 8  
Gruppenverhalten und Risikobereitschaft Politik, Sozialwissenschaften
Wirkung von Alkohol, Medikamenten, Drogen Biologie, Sozialwissenschaften
Verkehrssicherheit und Regelkenntnis Politik, Sozialwissenschaften
Umweltschutz und Individualverkehr Politik, Sozialwissenschaften
   
Klassen 9 und 10  
Erwerb des Mofaführerscheins in Zusammenarbeit mit der Polizei Polizei, Mofa-AG
Drogen und Verkehr Sozialwissenschaften, Biologie
Sanktionen bei Verstößen Polizei
Hilfe bei UnfällenIn Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz und dem Arbeiter-Samariterbund können sich unsere SchülerInnen als Schulsanitäter ausbilden lassen - eine Zusatzqualifikation, die bei der Bewerbung für medizinische Berufe einen Pluspunkt darstellt. Bei erfolgreicher Teilnahme kann die für den Führerschein benötigte Bescheinigung zu einem verbilligten Schülerpreis ausgestellt werden. SchülerInnen, die sich bereit erklären, im darauf folgenden Halbjahr als Schulsanitäter mitzuarbeiten, bekommen diese Bescheinigung am Ende des Jahres kostenlos. ASB Erste-Hilfe-AG, Schulsanitätsdienst,




Die Kooperation mit Firma Mauser


Eine solide und mit einem Schwerpunkt auf Hilfestellungen in der beruflichen Orientierung und Qualifizierung der Schülerinnen und Schüler ausgerichtete Kooperation verhandelte die EKR mit den Mauser-Werken GmbH & Co KG. Dieser Kooperationsvertrag wurde 2001 ratifiziert, mit der Festlegung von Aktivitäten, Inhalten und Ansprechpartnern und der Aufstellung eines genauen Jahres-Terminplans. Dieser Terminplan wurde auch anteilsweise in den Berufswahlfahrplan der EKR integriert.

Im Schuljahr 2001/02 startete diese erste Lernpartnerschaft in Brühl: Die Fachgebiete Deutsch und Biologie, seit 2003 Politik, und seit 2004 Kunst sind, z.T. fächerübergreifend, bei den gemeinsamen Aktivitäten vertreten.

Betriebsbesichtigungen unter ökonomischen wie ökologischen Aspekten werden seitdem bereits mit den Klassen 8 durchgeführt. Experten aus den verschiedenen Bereichen des Unternehmens kommen auf Absprache in die Schule, um den Unterricht mit ihrem Know-how und persönlichen Erfahrungen zu bereichern. Materialien werden vom Unternehmen zur Information oder zur Weiterverarbeitung zur Verfügung gestellt, Planungsgespräche und Workshops zur Erarbeitung gemeinsamen Unterrichts durchgeführt.

Einen großen Teil des Partnerschaftsprogramms nimmt die Berufsorientierung ein: Die Simulation eines fundiert angelegten Berufsorientierungs- und Bewerbungsverfahrens zu vielfältigen Berufen in Verwaltung, Technik, Produktion und Transport soll den Schülerinnen und Schülern die erste Hürde auf dem Weg ins Berufsleben erleichtern. Das Personalbüro der Mauserwerke engagiert sich hier bei Erstellung von Bewerbungsmappen, korrigiert exemplarisch einige davon und führt realitätsnahe Einstellungstests in Klasse 9 durch, vervollständigt das Angebot mittels simulierter Bewerbungsgespräche in Klasse 10, die als Videoaufnahmen zur Verfügung gestellt werden.

Die Erfahrungen aus der praktischen Umsetzung des Kooperationsvertrags werden von beiden Partnern jährlich fortlaufend evaluiert. Die Ergebnisse hieraus modifizieren und optimieren die Vereinbarung, wie zuletzt für die Schuljahre 2003/04 und 2004/05 festgehalten.


Die Kooperation mit Firma Shell

Vertrag: s. Homepage bzw. im downloadbaren Schulprogramm Anlage 7

 

Der Schwerpunkt Ökonomie im Fach Sozialwissenschaften

Die in der Klasse 8 verbindlich eingeführten Wahlpflichtfächer Französisch, Mathematik/Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften geben den Schülern die Möglichkeit Lernschwerpunkte zu setzen. Das Angebot des Wahlpflichtfaches Sozialwissenschaften, das in der Klasse 8 dreistündig und in den Klassen 9 und 10 je vierstündig unterrichtet wird, umfasste bisher vorwiegend die Themen aus den Bereichen Soziologie, Politologie und Rechtswissenschaft.


Seit Beginn des Schuljahres 2001/2002 liegt der Schwerpunkt des Faches Sozialwissenschaften auf dem Bereich Wirtschaft. Grundlage dieser Schwerpunktverlagerung war die von der Fachschaft Sozialwissenschaften beschlossene Teilnahme an dem NRW Projekt Schule und Wirtschaft. Über einen Zeitraum von über drei Jahren werden nach und nach für die Klassen 8, 9 und 10 Lerninhalte mit ökonomischen Inhalten erprobt und verbindlich in den Stoffverteilungsplan aufgenommen. Der Anteil der ökonomischen Themen beträgt dabei bis zu 50% der Lerninhalte, die für die jeweilige Jahrgangsstufe festgelegt sind.

 

Die neue Schwerpunktsetzung auf ökonomische Aspekte gesellschaftlicher Entwicklung versteht sich auch als Teil einer Gesamtkonzeption der Erich Kästner-Realschule, die eine intensivere Verzahnung von Theorie und Praxis zwischen Schule und Beruf anstrebt. Sichtbarer Ausdruck dieser Verzahnung ist die seit Beginn des Schuljahres 2001/02 bestehende Kooperationsvereinbarung zwischen der Firma Mauser und der Erich Kästner-Realschule. Für das Fach Sozialwissenschaften ergeben sich dadurch zahlreiche Anknüpfungspunkte zur praktischen Darstellung und Auseinandersetzung mit ökonomischen Fragestellungen. Die Zielsetzung des Faches, den Schüler im Hinblick auf die spätere berufliche Praxis und seine weitere schulische Laufbahn an wirtschaftlich Fragestellungen heranzuführen, kann insofern durch den konkreteren Praxisbezug nutzbringender umgesetzt werden.

 

Die erweiterte Blickrichtung des Faches Sozialwissenschaften hat zudem einerseits eine klarere Abgrenzung zu dem Fach Politik zur Folge und bietet darüber hinaus die Möglichkeit, stärker als bisher an einige, von Realschulabsolventen bevorzugten Berufsfelder wie höhere Berufsfachschulen wie Handelsschulen, Berufskollegs mit Schwerpunkt Wirtschaft anzuknüpfen, ohne die Realschüler auf nachfolgende Schul -und Berufslaufbahnen genau festzulegen.

 

Im Unterricht des Wahlpflichtfaches Sozialwissenschaften soll der Schüler vertiefte Einsichten und Kenntnisse auch in wirtschaftliche Sachverhalte und Zusammenhänge erhalten. Er soll darüber hinaus wirtschaftspolitische Entscheidungen und deren Auswirkungen für den einzelnen Bürger und die Gesellschaft beurteilen lernen, eigene Erfahrungen kritisch hinterfragen lernen und in den wirtschaftlichen Gesamtzusammenhang besser einordnen können .

 

Das wirtschaftliche Geschehen umfasst einen sehr bedeutsamen Teil unserer Gesellschaft. Wirtschafts- und sozialkundliche Aspekte überschneiden und ergänzen sich zum Teil, denn wirtschaftliche Themen und Lerninhalte berühren oft soziale Fragestellungen. Das erfordert eine enge Anbindung der Fachlehrer und Fachkonferenzen an das Fach Politik, aber auch an die Pflichtfächer Erdkunde und Geschichte.

 

Durch die zukünftige Betonung wirtschaftlicher Aspekte im Fach Sozialwissenschaften rückt der Gedanke des kritisch denkenden, selbstständig urteilenden Bürgers in der sozialen Marktwirtschaft mehr in den Vordergrund.

Wirtschaftliches bzw. politisches Handeln sollen im Schulalltag selbstständig erprobt werden durch Projekte wie „Schüler gründen ein Schülercafé“, oder Leiten eines Diskussionsforums. Durch ausgewählte handlungsorientierte Unterrichtsformen sollen die angestrebten Handlungsmöglichkeiten des selbstständigen Lernens gefördert werden. Wichtig erscheint es in diesem Zusammenhang, dass die SW und Politiklehrer gemeinsam die aktive Teilnahme der Schüler an den bestehenden Mitwirkungsmöglichkeiten in der Schule nach Kräften unterstützen, denn theoretische Erkenntnis und praktische Anwendung sollten immer aufeinander bezogen werden.

Anlage 8: Evaluierung dieses Ansatzes

Umgang mit anderen

Vielfalt der Herkunftskulturen


Schulen in Deutschland werden von SchülerInnen besucht, die unterschiedlichen Kulturen entstammen. Auch an der EKR gibt es viele Kinder, deren Eltern und Großeltern als Migranten nach Deutschland gekommen sind. Aus der Vielfalt der kulturellen Hintergründe, der Sozialisationsmuster und Erziehungsstile ergeben sich Chancen und Aufgaben für eine Schule, die zum respektvollen, neugierigen und selbstbewussten Umgang mit dem Anderen erziehen will. Zu den Leitzielen unserer Schule gehört die Förderung kultureller Kompetenzen, aus denen demokratische Umgangsformen im Zusammenleben der Kulturen erwachsen können. Es gehört zu den alltäglichen pädagogischen Herausforderungen, der Gefahr der Desintegration und Absonderung entgegenzuwirken.

Konkrete Chancen und Aufgaben:

· das Interesse der Schüler an unbekannten Lebenswelten wird gestärkt;

· das gleichberechtigte Miteinander wird gefördert;

· das Schulleben wird durch Schüler und Eltern aus unterschiedlichen Herkunftsländern in
vielfältiger Weise bereichert und mitgestaltet;

· im Unterricht wird eine Fülle von Themen erschlossen, die für das Zusammenleben in einer zunehmend multikulturellen und interdependenten Welt relevant sind.

Beratung an der EKR

Außer den Klassen- und FachlehrerInnen unterstützt eine ausgebildete Beratungslehrerin die SchülerInnen und Eltern bei allen Fragen, die die Erziehungs- und Bildungsarbeit betreffen. Neben Testverfahren, die eingesetzt werden können, um etwa Lese-Rechtschreibschwäche zu diagnostizieren und Schullaufbahnprognosen zu erleichtern, kann die Beratungslehrerin SchülerInnen auch konkret auf die Arbeits- und Lernweise hin beraten. Dabei spielen die im Schulprogramm festgelegten methodischen Kompetenzen eine große Rolle.

Die Beratung erfolgt individuell und kann daher besser und persönlicher auf Defizite oder Probleme der SchülerInnen eingehen, als das oft in der Klasse möglich ist. Da Lernen in der Schule in einem sozialen Umfeld stattfindet, können auch Schwierigkeiten, die daraus resultieren, Gegenstand der Beratung sein.

Fördermaßnahmen im Regelunterricht


Fördermaßnahmen bieten wir in Deutsch, Englisch und Mathematik an. Im Schuljahr 2005/06 wurden auf Antrag der Fachkonferenzen, die dringenden Handlungsbedarf festgestellt hatten, pro Jahrgang eine fünfte Deutsch-, Mathematik- und Englischstunde eingeführt. Diese Zusatzstunden sollen in den unteren Klassen mitgebrachten Defiziten abhelfen und die oberen Klassen besser auf die Lernstandserhebungen und zentralen Prüfungen vorbereiten.

Die Deutschfachkonferenz hat sich z.B. darauf festgelegt, in allen 5. und 6. Klassen in dieser fünften Deutschstunde ein spezielles Rechtschreibprogramm zu bearbeiten.


Fördermaßnahmen für SchülerInnen mit Migrationshintergrund


Viele unserer Schüler benötigen Sprachförderung: Häufig ist Deutsch nicht die erste Sprache, die Kinder in Migrantengemeinschaften erwerben. Der Rückgriff auf die Erstsprache in bestimmten Situationen ist auch an unserer Schule alltäglich. Die Schülerkultur der EKR ist in diesem Sinne mehrsprachig. Für die Heranführung an die deutsche Schriftsprache ergibt sich eine Reihe von Problemfeldern, die insbesondere im Deutschunterricht und im Deutsch-Förderunterricht bearbeitet werden.

Darüber hinaus beantragt die Schule seit dem Schuljahr 2006/07 Integrationslehrerstunden, damit die speziellen sprachlichen Probleme von Migrantenkindern gezielt angegangen werden können. Diese zusätzlichen Lehrer-Stunden, über die wir verfügen, dienen zur Förderung gerade der Kinder, die Deutsch nicht als Muttersprache lernten und die vor allem im Schriftlichen Probleme zeigen. Oft werden Arbeitsanweisungen oder Fachtexte nicht gut genug verstanden, oder die Deutschnote bewegt sich in unteren Bereich der Notenskala, weil der Sprachanteil schlecht bewertet werden muss.

Um dem Abhilfe zu schaffen, werden die Kinder mit Sprachproblemen durch Sprachstands-Tests bei der Anmeldung oder später durch die DeutschlehrerInnen den passenden Förderkursen zugewiesen. Im Moment können SchülerInnen der Jahrgangsstufen 5 bis 10 mit maximal 2 Wochenstunden an der Förderung teilnehmen. In diesen Kursen wird speziell auf die Phänomene der deutschen Sprache eingegangen, die Muttersprachler automatisch richtig machen, und die deshalb im ‚normalen’ Deutschunterricht nicht als Schwerpunkt unterrichtet werden. Es handelt sich also nicht um Nachhilfe, sondern um Verbesserung der Sprachkompetenz des Deutschen als Zweitsprache.

Die Teilnahme ist verbindlich, und die Förderlehrer vermerken die Teilnahmeerfolge auf dem Zeugnis. Wir sehen dies als zusätzliche Chance, damit ein angestrebter Schulabschluss nicht an Sprachproblemen scheitert.

Eine weitere Aufgabe im Rahmen des Förderkonzepts ist der verstärkte Einbezug des Elternhauses, denn Sprach- und Verständigungsprobleme spielen auch in der Elternarbeit eine Rolle. Wissen um kulturelle Unterschiede kann hier dazu beitragen, Missverständnisse zu vermeiden. Oft besteht ein spezifischer oder erhöhter Beratungsbedarf für zugewanderte Familien zur Bildungs- und Berufslaufbahn ihrer Kinder.

Hier ist die Schule auch auf externe Hilfe wie auf Beratungsangebote vom Arbeitsamt in der jeweiligen Muttersprache oder auf Übersetzungshilfe angewiesen.


Die Schwerpunkte des Faches Religion an unserer Schule


In unserer säkularisierten Gesellschaft werden wir mit einem wachsenden Interesse der SchülerInnen an Bindung und Sinnfindung konfrontiert.

Diesem kommt der Religionsunterricht (RU) nach, indem er die Frage nach Gott, der Deutung von Welt, nach dem Sinn und Wert des Lebens und den Normen für das Handeln des Menschen auf der Grundlage des Glaubens reflektiert. Damit trägt der RU in hohem Maße sowohl zur Ich – Stärkung als auch zum selbst gestalteten und verantwortetem Umgang mit Leben bei.

Der RU erweist sich als Lebenshilfe, denn er befähigt zu persönlicher Entscheidung in Auseinandersetzung mit Religion und Weltanschauung und fördert Verständnis und Toleranz gegenüber der Entscheidung anderer.


Impulse zur Selbstfindung:

Ökumenische Wortgottesdienste in den Klassen 5/6, 7/8, 9/10

Fantasiereisen, Traumgeschichten, Meditation in kleinen Religionsgruppen oder im Nachmittagsprogramm

Öffnung von Schule/ Kooperation von Ortskirche und Schule

Klasse 5/6: Exkursion zu Kirchen/Klöster „vor Ort“

Klasse 7/8: Moschee/ griechisch-orthodoxe Gemeinde

Klasse 9/10: jüdische Synagoge in Köln/ jüdischer Friedhof Brühl


Lebensbewältigung/ Lebensplanung

Klasse 9/10: Ehe/Partnerschaft : Zusammenarbeit mit örtlichen Beratungsstellen

Klasse 10: Religiöse Freizeit/ religiöser Tag der Orientierung


Verantwortung für andere – sozialer Einsatz


Durch sozialethische Handlungsweisen, denen die Auseinandersetzung mit Normen und Werten vorausgegangen ist, wird ein ganzheitliches Menschenbild vermittelt, die Würde des Menschen im Dienst am Menschen erfasst. Hierbei sollen Schüler angehalten werden, Verantwortung für ihre personale Lebensgestaltung in Gegenwart und Zukunft zu übernehmen. Eine helfende Hand, ein offenes Ohr, Zeit und Engagement sind in unserer Gesellschaft selten geworden, für eine christliche Weltverantwortung jedoch unverzichtbar.

Verwirklicht werden diese Ziele durch eine regelmäßige Kooperation mit dem Brühler "Eine‑Welt‑Laden". SchülerInnen werden in der Klasse 8 mit dem Unterrichtsschwerpunkt zum Thema "Eine Welt/Entwicklungshilfe”, die eine Exkursion zum "Eine‑Welt‑Laden" in Brühl beinhaltet, konfrontiert. Daraus ergibt sich die Möglichkeit zur Mithilfe, beim Verkauf der Transfair‑Produkte am Tag der offenen Tür in unserer Schule sowie der Aktion "Faires Frühstück” während der Fastenzeit.
Seit dem Schuljahr 2003/2004 nehmen SchülerInnen der Klassen 7‑9 auf freiwilliger Basis an der Aktion Tagwerk teil. Zu dem festgesetzten Aktionstermin suchen sich SchülerInnen einen Job und stellen ihr dabei verdientes Geld Projekten der Dritten Weit zur Verfügung. Durch beide Aktionen wird auch unser Schulprojekt ‑ der Ausbau der Wende Secondary School in Tansania (betreut von Frau Limbach, Agendapreis der Stadt Brühl) ­unterstützt.


Umgang mit dem anderen Geschlecht - Ziele für die Arbeit mit Mädchen und Jungen


Unsere Schule wird durchschnittlich von 2/3 Jungen und 1/3 Mädchen besucht - die deutliche Mehrzahl von Jungen zeigt, dass Strategien erforderlich sind, viele Erkenntnisse über Sozialisation von Jungen und Mädchen im Schulalltag zu überprüfen und zu verändern.

Geschlechtsspezifische Leistungsprofile (Jungendefizite in Sprachen, Mädchendefizite in Physik!) sind eben nicht nur durch das Geschlecht als solches zu erklären, sondern viel eher durch das Ausmaß an Selbstvertrauen, das u.a. durch die Geschlechtersozialisation bedingt ist.

Hier setzt unsere Arbeit an: in den Klassen 5 und 6 ist das Deeskalationstraining Programm. Die Förderung der Ich-Stärke und Konfliktbewältigung mit besonderem Blick auf typische Mädchen- und Jungenverhaltensweisen ist wichtiger Bestandteil.

Im zweiten Schritt wird diese Arbeit in den Klassen 7 mit den erlebnispädagogischen Tagen im Hochseilparcours des Jugendparks Köln (insight-out) erweitert.

Im Sportbereich gibt es spezielle Angebote für Mädchen: Fußball-AG, Basketball-Schulmannschaft.Für die Klassen 9 und 10 ist die Berufsorientierung ein wichtiger Schwerpunkt, hier gilt, dass Mädchen besondere Förderung im Wahlpflichtbereich durch entsprechende AG-Angebote erfahren, z. B. Internet für Mädchen oder z. B. Berufswahl ‚typisch Mädchen', 'typisch Junge’.

Der Ausbau und die ständige Überprüfung dieser Arbeit sind erforderlich.
Darüber hinaus soll für bestimmte Themenbereiche, die fächerübergreifend zu behandeln sind, wie z. B.

  • Gewalt / sexuelle Gewalt

  • Essstörungen, "Zappelphilipp-Syndrom“

  • Drogenkonsum

  • Geschlechtsreife, Liebe, Partnerschaft

  • Lebensplanung, Berufsorientierung

zusätzlich Elterninformation angeboten werden, damit eine Sensibilisierung für Mädchen- und Jungenarbeit sich nicht nur in Einzelaktionen erschöpft, sondern ein Gestaltungsprinzip für Schule wird.

Zu den genannten Themen wird es notwendig sein, Hilfen von "außen" zu aktivieren und anzunehmen, um ein festes Netzwerk aufzubauen.


Streitschlichtung durch Schüler


Ausgehend von den Überlegungen, dass

· ein Konflikt nie gelöst werden kann, wenn er mit Gewalt ausgetragen wird,

· ein Konflikt nur dauerhaft gelöst werden kann, wenn beide Parteien mit der Lösung zufrieden sind,

haben wir das amerikanische Konzept der Mediation übernommen, das auch an anderen Schulen erfolgreich läuft: Schüler der Klassen 9 und 10 helfen nach einem ausführlichen Training den Schülern der Klassen 5 und 6 (7), ihre Auseinandersetzung freiwillig und selbstständig untereinander zu klären. Die Schule stellt dazu einen Raum und Zeit zur Verfügung.

Jeweils im ersten Halbjahr der Klassen 5 werden die neuen SchülerInnen von Klassen- und FachlehrerInnen (insbesondere in Deutsch, Religion, Politik) mit diesem Angebot vertraut gemacht und vorbereitet. Sie lernen:

· Gefühle auszudrücken

· ihr Selbstvertrauen zu stärken

· Zuhören

· was Konflikte sind und wie man sie lösen kann

· das Streitschlichtungsangebot und die Streitschlichter kennen.

Jeweils im zweiten Halbjahr der Klasse 9 werden neue Streitschlichter ausgebildet. Sie lernen kennen:

· in der Vorbereitung, wie Konflikte entstehen, wie sie eskalieren können, Zuhören und Neutralität

· die Grundlage des Schlichtungskonzepts, die Phasen der Schlichtung und die Nachbereitung der Schlichtung.

Neben der konkreten Entspannung kritischer Situationen in der Schule vermittelt das Verfahren sowohl den jüngeren als auch den älteren beteiligten SchülerInnen eine soziale und sprachliche Kompetenz, die ihre Wirksamkeit über Schulzeit und Jugend hinaus entfalten kann.

 

Das Schulleben

Schüleraustausch mit Frankreich


Im Schuljahr 2003/2004 bestand für die Französischlernenden der Jahrgangsstufe 7 bis 10 die Möglichkeit des Schüleraustauschs mit einem Collège in Frankreich, und zwar in Missillac, im Pays de la Loire ganz im Westen Frankreichs, nicht weit vom Atlantik. Leider wechselten im Folgejahr Deutschlehrkraft und Schulleiter, so dass unsere Bemühungen um Fortsetzung des Austauschs erfolglos blieben. Aber es gelang uns nach intensiver Suche, eine neue Partnerschule ausfindig zu machen. Sie liegt ebenfalls in der Bretagne, in Nozay, und im Schuljahr 2006/07 starteten wir wieder in die Ferne.

Warum so viel Mühe? Wir möchten unseren Französischlernenden die einzigartige Gelegenheit anbieten, am Familien- und Schulleben des Landes teilzunehmen, um dessen Sprache sie sich bemühen. Sie haben dann auch endlich die Möglichkeit, ihre Kenntnisse in echten Kommunikationssituationen anzuwenden und dabei familiäre Sprache und Umgangssprache unter Jugendlichen zu erfahren. Als sehr wichtig betrachten wir auch das Kennenlernen von Kultur und Sitten des Nachbarlandes und den Abbau von eventuell vorhandenen Vorurteilen von beiden Seiten. Ein reichhaltiges Besichtigungsprogramm soll dazu einen vielfältigen Eindruck von Land und Leuten bieten.


Der Austausch ist ein Angebot auf freiwilliger Basis und sollte eigentlich von Anfang an regelmäßig einmal pro Schuljahr durchgeführt werden. Französische Deutschlernende kommen für eine Woche in deutsche Gastfamilien, unsere Französischlernenden werden im gleichen Schuljahr später in französische Gastfamilien aufgenommen. Prinzipiell können die SchülerInnen teilnehmen, die auch einen Gastschüler aus Frankreich aufnehmen, womit die Teilnehmerzahl vom jeweiligen Angebot an Gastfamilien abhängt. Unser Wunsch ist eine rege Beteiligung von beiden Seiten, die besonders Elterninitiative mit einschließt.

Im April 2007 empfingen wir die französischen Gäste, und die zweite Fahrt unserer SchülerInnen in die Bretagne fand im Juni statt. Da die Subventionsbedingungen des deutsch-französischen Jugendwerks nur alle zwei Jahre Unterstützung für den Austausch vorsehen und auch die französische Seite darauf angewiesen ist, wird wohl nicht jedes Jahr ein Austausch stattfinden können.


Teilnahme am Bundeswettbewerb Fremdsprachen
mit Französisch als zweite Fremdsprache


Im Januar 2006 nahmen zum ersten Mal unsere Französischlerner der zehnten Jahrgangsstufe am bundesweiten Fremdsprachenwettbewerb statt.

Die SchülerInnen hatten sich frühzeitig im Oktober per Mail angemeldet, die Prüfung wurde unter Aufsicht der Französischlehrerin direkt an unserer Schule durchgeführt. Aber zuvor galt es einige Vorarbeiten zu erledigen.

Bei der Anmeldung erfährt man nämlich den thematischen Rahmen und kann den Vorlesetext samt Zusatzaufgabe herunterladen. Das heißt, ab diesem Zeitpunkt konnte schon die Vorbereitung auf den Wettbewerb beginnen. Der thematische Rahmen – in der Regel ein landeskundlicher Aspekt - kann über Internetrecherche und auch eventuell über die Zeitschrift ‚écoute’ erschlossen werden. Im Lehrwerk steht erfahrungsgemäß wenig dazu.

Beispielsweise für 2006 bearbeiteten wir zur Vorbereitung auf das Thema ‚Belgien’ über Wikipedia die Bereiche Geografie, politisches System, Geschichte, Sprachen und Sprachkonflikte, Kultur (BD und Chansons). Der Vorlesetext wurde gemeinsam geklärt, wobei im Vorgriff gleichzeitig noch unbekannte Grammatik erläutert werden musste. Dann übten wir das korrekte und sinnhaltige Lesen, denn es wurde die Abgabe eines Tonträgers mit diesem Lesetext verlangt.

Im Vorfeld muss auch das kreative Aufsatzschreiben zu einem Rahmenthema geübt werden, was als erste Aufgabe verlangt wird. Außerdem müssen die Schüler mit der speziellen Form des Lückentextes der Prüfung vertraut gemacht werden.

Die Prüfung empfanden die Schüler als anspruchsvoll. Sie fühlten sich aber in einigen Bereichen sicher, da sie vorbereitet waren. Allen SchülerInnen wurde eine erfolgreiche Teilnahme bescheinigt.

Die Anmeldung für 2007 erfolgte. Der Französischkurs hatte sich mit dem Oberthema ‚Alsace’ auseinanderzusetzen.

Sport


Neben dem Pflichtunterricht werden Arbeitsgemeinschaften angeboten: Basketball, Rugby, Judo, Fußball für Jungen und Mädchen, Tischtennis und Segeln.

Es bestehen Schulmannschaften in den Sportarten Fußball, Rugby und Tischtennis. Während die Rugby-Spieler bereits an überregionalen Wettkämpfen und Turnieren mit großem Erfolg teilnehmen, spielen die Fußballer alljährlich um die Kreismeisterschaften. Sportturniere sind seit einigen Jahren fester Bestandteil des Schulprogramms und haben schon einen gewissen traditionellen Charakter.

Alle SchülerInnen der Klassen 5 und 6 bestreiten alljährlich einen sportlichen Wettkampf. Während die Jungen beider Klassenstufen sich im Fußball messen, beweisen die Mädchen, dass Turnen und Laufen durchaus gut zusammenpassen. Neben dem so ermittelten Meister der Unterstufe wird alljährlich auch der Meister der Mittelstufe ermittelt. In den Sportarten Basketball für die Mädchen und Fußball für die Jungen treten die Klassen 7 und 8 zum Vergleich an.

Das Sportturnier für die Klassen 9 und 10 wird mit Unterstützung der SportlehrerInnen von der SV ausgerichtet und betreut. In den vergangenen Jahren wurden die Sportarten Volleyball (Mädchen) und Fußball (Jungen) und gewählt. Alle Turniermannschaften werden von den KlassenkameradInnen tatkräftig unterstützt, wobei als SchiedsrichterInnen erfahrene SchülerInnen fungieren.


Schülervertretung


Das Engagement in der Schülervertretung (SV) befähigt SchülerInnen, Rechte und Pflichten zunächst in der Schule, dann aber auch im gesellschaftlichen und politischen Leben wahrzunehmen, eigenverantwortlich zu handeln und selbstständig kritisch zu urteilen. Als Einstieg in demokratische Mitwirkung ist dieser Wirkungsbereich schulischer Arbeit dann sinnvoll, wenn er sich nicht nur auf organisatorische Probleme wie z. B. die Durchführung von Sportturnieren in der Unterstufe beschränkt, sondern zur Mitsprache bei allen relevanten schulischen Entscheidungsprozessen anleitet.

Ausdruck erreichter gleichberechtigter Partnerschaft in schulischen Entscheidungsprozessen ist das Stimmrecht der SchülervertreterInnen in der Schulkonferenz.

Das soziale Engagement bei der SV-Arbeit in unserer Schule ist sehr groß:

· Mithilfe bei der Pausenaufsicht

· Vorbereitung und Organisation von „Aktiv-Pausen“

· Mithilfe bei der Organisation von Schulveranstaltungen, wie z. B. Karneval, Basar, Sommerfest,
Tag der offenen Tür


Angeregt durch SchülerInnen und Eltern kümmert sich die SV um Anschaffungen von Spielgeräten, die dann von den SchülerInnen in den Pausen ausgeliehen werden können, um ihnen eine aktive Pausengestaltung zu ermöglichen.

Bei einer Vielzahl dieser Aktivitäten sind wir sehr auf die Unterstützung und Beteiligung der Elternschaft und des Fördervereins angewiesen.


Elternarbeit


Die Eltern unserer SchülerInnen engagieren sich über die Mitwirkungsorgane hinaus in vielfältiger Weise am Schulleben:

- Unterstützung der LehrerInnen bei der Erziehungs- und Bildungsarbeit, wobei alle Erziehungsberechtigten zur Mithilfe aufgefordert sind

 

- Mithilfe bei Aktionstagen zur Durchführung diverser Veranstaltungen, z. B. Weihnachtsfeier
und -basar, Sommerfest, Projektwoche, Hausaufgabenhilfe, Mittagsbetreuung,
Verabschiedung der 10. Klassen u. a.

- Begleitung von Klassenausflügen

- Engagement als ExpertInnen bei der Berufswahlvorbereitung

Verein der Freunde und Förderer der Städtischen Realschule Brühl e. V.

Die Mitglieder unseres Fördervereins zahlen jährlich einen geringen Mindestbeitrag, mit dem der Verein der Schule bei kleinen und großen finanziellen Problemen hilft. Unterstützt wird die Arbeit des Fördervereins auch durch Spenden und Erlöse aus Schulveranstaltungen.

- Der Verein fördert die Arbeit der Fachbereiche durch die Anschaffung von Büchern, Geräten und Arbeitsmitteln.

- Er unterstützt SchülerInnen aus einkommensschwachen Familien bei Klassenfahrten.

- Er engagiert sich bei schulischen Veranstaltungen wie dem Schulfest, dem gemeinsamen Grillen zur Schuljahresabschlusswanderung, organisiert unseren traditionellen Weihnachtsmarkt am Tag der offenen Tür und trägt somit erheblich zu einem aktiven Schulleben bei..

 

Planung der Schulentwicklung

Fortbildungskonzept


Die dauerhafte Leistungsfähigkeit eines Lehrerkollegiums kann nur durch gezielte Fortbildung gestärkt werden. Da jede Fortbildungsmaßnahme sowohl finanziell als auch personell – wegen der Vertretung von Ausfallstunden - abgedeckt sein muss, können nur solche Fortbildungen unterstützt und genehmigt werden, die fachlichen Bezug zu den Kernlehrplänen haben, bzw. mit dem Konzept der Schule in Einklang stehen.

In diesem Schuljahr sollen insbesondere Fortbildungen in folgenden Bereichen Unterstützung finden:


  1. Umsetzung der Rahmenrichtlinien / Kernlehrpläne, da Lernstandserhebungen und Zentrale Abschlussprüfungen sich auf deren Inhalte beziehen.

  2. LRS – Fortbildungen für DeutschlehrerInnen, da eine Schule, die fordert, auch in der Lage sein muss, die SchülerInnen gezielt zu fördern.

  3. Methodentraining, da erst durch die Beherrschung von Lernmethoden ein selbst gesteuertes Lernen ermöglicht wird.

  4. Freiarbeit, da zum einen die Freiarbeit selbstständiges Lernen impliziert. Zum anderen setzt das Vertretungskonzept unserer Schule darauf, dass Schüler im Rahmen der Freiarbeit künftig eigenverantwortlich Arbeiten und Lernen.

Entwicklungsziele der EKR,

Erste Schwerpunktsetzung: Erziehungsauftrag

Gemäß des hohen Stellenwerts der Einhaltung der Grundwerte im Erziehungsauftrag einigte sich das Lehrerkollegium darauf, besonderes Gewicht auf die Umsetzung des Erziehungsauftrags zu legen. Erste Voraussetzungen in dieser Richtung wurden durch die Verabschiedung des Maßnahmenkatalogs und Einführung einer besonderen Arbeitsstunde pro Monat bereits gelegt. Ziel ist es, den Erziehungsauftrag ernst zu nehmen, aber auch seine Wahrnehmung aus Sicht der Schülereltern einer Prüfung zu unterziehen. Es muss besonders auch darauf hingearbeitet werden, dass Lehrkräfte gemeinsam mit den Eltern ‚an einem Strang ziehen’. Daher werden als erste Evaluationsmaßnahmen die wichtigsten Eckpfeiler der Erziehungsarbeit definiert und über Fragebogen die Einschätzung der Schüler und Eltern zur Umsetzung dieser Erziehungsarbeit der Schule erfragt.

Arbeitsplan zur ersten Schwerpunktsetzung: Erziehungsauftrag

Im Schuljahr 2004/05 wurden die Grundlagen zur Definition von Erziehungsarbeit und deren Evaluation gelegt. Die erste Schülerbefragung wurde durchgeführt, und auf ihrer Grundlage wird der Elternfragebogen zum gleichen Thema erarbeitet.


Im Schuljahr 2005/06 soll noch einmal der leicht modifizierte Fragebogen zum Erziehungsverhalten der LehrerInnen eingesetzt werden. Dabei ist eine Ausweitung auf die restlichen Jahrgangsstufen vorgesehen. Anhand der so gewonnenen Daten kann dann überprüft werden, welche der Konsequenzen aus der im Vorjahr durchgeführten Evaluation Auswirkungen gezeigt haben.

Außerdem soll ein Feedback-Bogen zum Arbeits- und Sozialverhalten für die SchülerInnen der Klassen 5 und 6 erarbeitet werden, der ab dem neuen Schuljahr vierteljährlich von den KlassenlehrerInnen im Anschluss an die Probezeitkonferenzen jeder Schülerin und jedem Schüler mitgegeben wird.

Fortbildungsplanung zur ersten Schwerpunktsetzung:
Erziehungsauftrag

Im Rahmen des pädagogischen Tages im 1. HJ. 2004/05 wurden in der moderierten Fortbildungsveranstaltung zur Evaluation (s.u.) die Kriterien für gute Erziehungsarbeit in der Schule definiert. Aus den grundlegenden Vereinbarungen der Lehrkräfte über ihre Erziehungsarbeit werden auch die zukünftigen Schüler- und Elternfragebogen gespeist, sodass in diesem Bereich keine weitere Fortbildung nötig ist.

Planungen zur Evaluation zur ersten Schwerpunktsetzung:
Erziehungsauftrag

Evaluation in der Schule ist

„die systematische Sammlung, Analyse und Bewertung von Informationen über schulische Arbeit“ (MSWWF 1999).


Im Rahmen der Qualitätssicherung von Unterricht hat des Kultusministerium externe und interne Elemente der Evaluation vorgeschlagen bzw. bereits implementiert (wie z. B. Lernstandserhebungen, Zentrale Abschlussarbeiten usw.).

Im Erlass „Schulprogrammarbeit und interne Evaluation“ von 2003 wird für alle Schulen pro Schuljahr mindestens eine Evaluationsmaßnahme auf Lerngruppenebene gefordert, die sich auf den Unterricht oder die Erziehungsarbeit der Schule bezieht.

Unter dem Thema „interne Evaluation“ fand am 7.12.2004 eine schulinterne Lehrerfortbildung unter der Leitung von Frau Ulla Saß (Moderatorin des RP Köln) statt. Die LehrerInnen einigten sich auf eine Evaluation ihres Erziehungsverhaltens in den Klassen 7 und 8 und erstellten einen Katalog von 10 Erziehungsmerkmalen: Konsequenz – Vorbild – Gerechtigkeit – „offenes Ohr“ – positive Einstellung zu Schülern – positive Einstellung zur Schule – Reaktion auf Verhalten – Transparenz – Einbeziehung des Elternhauses – Verlässlichkeit

Zu diesen Merkmalen erarbeiteten dann die Lehrkräfte einen Fragebogen, der vor den Osterferien 2005 von den SchülerInnen ausgefüllt wurde.

Evaluation zur ersten Schwerpunktsetzung: Erziehungsauftrag

Die Fragebögen wurden von einer Kommission aus Lehrern verschiedener Fächer und Mitgliedern der Schulleitung ausgewertet.

Diese Auswertung und die daraus abgeleiteten Konsequenzen wurden dem Kollegium und der Schulkonferenz vorgestellt und Folgendes vereinbart:

- Die Verhaltensweisen, die von den Schülern als Stärken des Kollegiums herausgestellt wurden,
sollen weiter gepflegt und intensiviert werden.

- Das eigene Verhalten in Bezug auf die zuverlässige Einschätzbarkeit der Reaktionen, des
Umgangs mit Irrtümern und Fehlern, und der Geduld im Umgang mit Schülern muss
selbstkritisch reflektiert werden.

- Methoden, die zum selbstständigen Lernen anregen, sollen verstärkt zum Einsatz kommen.

Die ersten Schritte in diese Richtung wurden durch Festlegung einer Freiarbeitsstunde in der Erprobungsstufe und durch den zweiten Planungsschwerpunkt, Methodentraining, bereits eingeleitet.

Entwicklungsziele der EKR

Zweite Schwerpunktsetzung: Methodentraining

Lernen, insbesondere auch über die Schulzeit hinaus, ist eine permanente Forderung unserer Gesellschaft. Nur wer für über erprobte, geeignete Lernmethoden verfügt, kann diese Forderung der Gesellschaft erfüllen und eigenständig bzw. selbst gesteuert lernen. Ein vielfältiges Methodenrepertoire ist somit Grundlage zum Erwerb weiterer Schlüsselqualifikationen wie Fachkompetenz, Sozialkompetenz und persönlicher Kompetenz.

Arbeitsplan zur zweiten Schwerpunktsetzung: Methodentraining

Im 5. Schuljahr, kurz nach der Einschulung, führen die KlassenlehrerInnen METHODENTAGE mit ihren Klassen durch, an denen sie - gestützt auf die Erfahrungen bzw. auf die Literatur der Realschule Enger - ein erstes Methodentraining durchführen. Mit den Themen Hausaufgaben, Heftgestaltung, Markieren usw. werden die SchülerInnen auf die Arbeitsweise bzw. die Anforderungen unserer Schule vorbereitet. Eine Fortführung der Methodenschulung ist für das zweite Halbjahr der Klasse 5 und auch für die Klasse 6 vorgesehen.


Das Eintrainieren der neu gelernten Methoden soll durch den permanenten Einsatz im Fachunterricht erreicht werden.


Zur Unterstützung des Lernprozesses wird versucht, die Eltern der Klasse 5 mit ins Boot zu nehmen. Sie werden zu themenzentrierten Elternabenden eingeladen, an denen zwei speziell geschulte Moderatoren auch den Eltern die Methoden anhand der Lernspiralen „Hausaufgaben“ und „Klassenarbeiten“ (nach Klippert) erläutern. So soll gewährleistet werden, dass die Eltern in der Lage sind, ihren Kindern zuhause zu helfen und sie zu unterstützen.

Fortbildungsplanung zur zweiten Schwerpunktsetzung:
Methodentraining

Zu den themenzentrierten Elternabenden werden auch alle interessierten Kollegen eingeladen, die so eine Wiederauffrischung des eigenen Methodenrepertoires erfahren und in die Lage versetzt werden, künftig selbst solche Elternabende anzubieten.


Ein weiteres Fortbildungsangebot sind die Veranstaltungen des Freiarbeitsworkshops, der mehrmals im Jahr von einem Fachberater des RP Köln an unserer Schule durchgeführt wurde.

Evaluation zur zweiten Schwerpunktsetzung: Methodentraining

Zum Thema „Hausaufgaben“ fand im Oktober 2006 ein Methodentag für die 6. Klassen statt. In Anlehnung an die Konzeption der Gesamtschule Enger erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler Techniken, wie sie ihre Hausaufgaben sinnvoller und vor allem effektiver bewerkstelligen können. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren,


- dass und wie sie ihre Hausaufgaben richtig planen und ausführen müssen,

- dass es ratsam ist, selbstständig zu arbeiten,

- dass es sinnvoll ist, sich an Vereinbarungen zu halten,

- dass der Wechsel von mündlichen und schriftlichen Aufgaben methodisch wichtig ist.



Die im Laufe des Vormittags erarbeiteten Erkenntnisse und Lerntipps wurden in der nachfolgenden Zeit auf ihre Nachhaltigkeit überprüft. Am nächsten Tag wurden die Schülerinnen und Schüler gebeten, die Punkte aufzuschreiben, die sie behalten hatten bzw. für sich als sinnvoll und hilfreich erachteten. Folgende Punkte listeten die SchülerInnen einer Klasse 6 auf:

- Hausaufgaben ins Hausaufgabenheft eintragen (20)

- mit leichten Aufgaben beginnen um „warm zu laufen“ (18)

- zwischen den Aufgaben Pausen einlegen (11)

- Vokabeln mehrmals wiederholen, nochmals abends (8)

- Wechsel zwischen mündlichen und schriftlichen Aufgaben (7)

- ausgeruht an die Arbeit setzen (7)

- selbstständig arbeiten in ruhiger Umgebung (5)

- erledigte Aufgaben abhaken (5)

- Tasche abends packen (3)

- sich Zeit nehmen für die Hausaufgaben (2)


Darüber hinaus kontrollierten die in der Klasse unterrichtenden Kollegen verstärkt die Hausaufgaben und dokumentierten die Versäumnisse in einer Klassenliste.

Als Ergebnis kann zum jetzigen Zeitpunkt festgehalten werden, dass nach wie vor die Hausaufgaben nicht durchgängig gemacht werden, obwohl die Schülerinnen und Schüler um die Wichtigkeit der Hausaufgaben als Ergänzung des täglichen Lernprozesses wissen und effektive Arbeitsformen bekannt sind.

Letztendlich wird abzuwarten bleiben, ob durch intensive Methodenpflege auf Dauer eine positive Resonanz bewirkt werden kann.

In der Downlaod-Version enthaltene Anlagen:

Anlagen:

 

Anlage 1: Hausordnung

Anlage 2: Nutzungsordnung für den Rechnerraum

Anlage 3: Maßnahmenkatalog bei Fehlverhalten

Anlage 4: Beurteilungsbogen zum Arbeits- und Sozialverhalten der Klassen 5 und 6

Anlage 5: Berufswahlfahrplan für die Klassen 8-10

Anlage 6: Kooperationsvertrag Mauser

Anlage 7: Kooperationsvertrag Shell

Anlage 8: Förderkonzept der EKR

Evaluationen:

Anlage 9: Änderungen zum Kooperationsvertrag mit Firma Mauser

Anlage 10: Wahlpflichtfach Sozialwissenschaften

Anlage 11: Erster Schülerfragebogen zum Erziehungsverhalten, 2004/05

Copyright © 2012 Erich Kästner Realschule Brühl.