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Berufswahl
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Seit vielen Jahren ist ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit, unsere Schülerinnen und Schüler intensiv auf das Berufsleben vorzubereiten.
Zentrum des Projekts bildet ein dreiwöchiges Betriebspraktikum der Klassen 9, das nach den Weihnachtsferien durchgeführt wird. Die SchülerInnen suchen sich die Betriebe grundsätzlich selber aus, sie stehen aber in ständigem Kontakt mit den betreuenden Lehrkräften, die sie beraten. Unterrichtliche Inhalte und außerschulische Aktivitäten bereiten auf Praktikum und Berufswahl vor, Erfahrungen aus dem Praktikum fließen in die Arbeit nachbereitend ein und vertiefen bzw. konkretisieren sie.
Vorbereitung
Die schulischen Arbeitsschwerpunkte werden von Deutsch- und PolitiklehrerIn gemeinsam mit der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer getragen.
Ein intensives Bewerbungstraining findet im Deutschunterricht statt. Die SchülerInnen üben handschriftlich und auf dem PC einen tabellarischen Lebenslauf zu erstellen sowie Bewerbungsanschreiben zu verfassen. Auf formale und sprachliche Richtigkeit der schriftlichen Bewerbung sowie Vollständigkeit und Ordnung der Bewerbungsunterlagen wird größter Wert gelegt, um die Jugendlichen auf die spätere Realsituation möglichst gut vorzubereiten.
Die Auseinandersetzung mit der Problematik Berufswahl ist Schwerpunkt des Politikunterrichts. Die SchülerInnen lernen zwischen persönlichen Interessen und Fähigkeiten zu unterscheiden sowie die Zukunftschancen eines Berufes einzuschätzen, um ihre persönliche Berufswahl fundiert treffen zu können. Die Einsicht in die Notwendigkeit, ihr Wissen ständig zu aktualisieren und zu erweitern wie auch die Wahrscheinlichkeit eines mehrfachen Berufswechsels muss grundgelegt werden.
Kenntnisse im Umgang mit Materialien zur Berufswahl gehören genauso zum Unterricht wie das Wissen um betriebliche Organisationsformen und Arbeitsschutz.
Ein Besuch im Berufsinformationszentrum des Arbeitsamtes (BIZ) und aktuelle Informationsgespräche mit der Berufsberatung unterstützen die schulische Arbeit.
Durchführung des Praktikums
Während des dreiwöchigen Praktikums werden die SchülerInnen von der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer betreut, der jeden Praktikanten mindestens einmal besucht.
Betriebs- und berufsspezifische Fragen werden gemeinsam erörtert. Alle SchülerInnen führen eine sogenannte Praktikumsmappe, deren Inhalt und Form zuvor im Unterricht festgelegt wurde. Sie wird durch Fotos und Anschauungsmaterial ergänzt und anschließend von der Klassenleitung bewertet.
Auswertung Der erste Tag nach dem Praktikum dient einer intensiven Nachbesprechung und Dokumentation. In Gruppen- und Einzelgesprächen werden Erfahrungen verglichen und ausgewertet.
Jede Schülerin und jeder Schüler erstellt einen schriftlichen Tätigkeitsbericht und beurteilt das abgeleistete Praktikum in Bezug auf die eigene Berufsfindung.
Eine umfassende Ausstellung in der Schule mit Berichten, Fotos, Arbeitsproben und Umfrageergebnissen zum Stellenwert des Praktikums dokumentiert die Ergebnisse und Erfahrungen. Die achten Klassen sammeln in einem gezielter Rundgang durch die Ausstellung Erstinformationen für ihr bevorstehendes Betriebspraktikum.
Nachbereitung
In den Monaten nach dem Praktikum steht das Vorstellungsgespräch im Mittelpunkt des Unterrichts. Um Sicherheit für diese schwierige Situation zu erlangen, trainieren die SchülerInnen in Kleingruppen Rollenspiele, die von den MitschülerInnen kritisch ausgewertet werden. Zu Beginn der Klasse 10 schließlich informieren die KollegInnen der verschiedenen berufsbildenden Schulen über Ausbildungswege und -inhalte sowie Berufsaussichten.
Die SchülerInnen nutzen dieses Forum intensiv, um aus erster Hand möglichst viel über den Beruf zu erfahren.
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