A.R.T. Wende Secondary School am Stadtrand von Njombe
,
südwestliches Hochland von Tansania, ca. 2000 m hoch
Schulträger


Der Schulträger ist ein Verein ehemaliger Lehrer aus Njombe, die sich gegenseitig unter- stützen und ihre lebenslange Erfahrung weitergeben wollen. Sie unterhalten eine private Grundschule und sind die Governors der Schule, das heißt, sie kontrollieren die Finanzen, stellen Lehrer an und vertreten die Schule gegenüber den Behörden.


 

Wende Anfang 2005

Die Wende Secondary School ist zur Zeit im Aufbau. Sie hat sechs Klassenräume, zwei Räume für Physik und Biologie/Chemie (staatlich vorgeschrieben für die Anerkennung der Schule), zwei Mädchen- und Jungenschlafräume für jeweils 80 Schüler, drei Toiletten- häuschen mit jeweils acht Kabinen, einen Speise- und Versammlungsraum mit Küche und Vorratsraum, ein Lehrer- und ein Direktorenzimmer, vier Lehrerhäuser. Die Schule soll weiter ausgebaut werden für die Klassen 1 bis 4 (bei uns 8 – 11) als vierzügige Sekundarschule und für die Klassen 5 bis 6 (zweizügig). Der erste Unterrichtstag war der 17. März 2004 mit 25 SchülerInnen und zwei Lehrern. Im Februar 2005 sind es nun über 10 SchülerInnen in fünf Klassen und zwölf Lehrer.


 

Schülerinnen und Schüler

 

Die meisten wohnen im Internat, da viele aus weit entfernten Dörfern kommen. Einige auch aus Dar-Es-Salam, ca. 700 km entfernt. Sie finden meist keinen Platz an einer staatlichen Schule, weil sie die staatlichen Prüfungen am Ende der 7. Grundschulklasse schlecht oder gar nicht bestanden haben. Oft kommen sie aus Grundschulklassen, in denen 100 Schüler keine Seltenheit sind. Daher bedeutet eine private Sekundarschule eine zweite Chance für sie (im Bezirk Njombe besuchen 80% die Grundschule. 20% die Sekundarschule). Viele sind auch älter als 13 Jahre, wenn sie mit der 1. Klasse beginnen, weil viele Familien nur nacheinander Schulgeld bezahlen können. Es beträgt zur Zeit ca. 250 €  jährlich für Unterricht, Unterkunft und Verpflegung. Viele dieser Jugendlichen brauchen Unterstützung, weil sie entweder keine oder sehr arme Eltern haben. Sie arbeiten selbst für ihr Schulgeld, indem sie zum Beispiel Holzkohle machen und verkaufen oder sie betteln bei Verwandten.


 

Lebensbedingungen

In dieser ländlichen Umgebung sind die Menschen von ihrer Ernte abhängig, die sie mit der Hacke erarbeiten. Der Verkauf in die großen Städte wird allerdings durch Transportprobleme behindert. Folglich beträgt das durchschnittliche Jahreseinkommen ca. 400 € für eine vier- bis achtköpfige Familie. Davon müssen Krankheitskosten und Schulgeld beglichen werden. Auch eine Lehrerfamilie (ca. 100 € Monatsgehalt) lebt überwiegend von der eigenen Feldarbeit oder dem Füttern von Hühnern und Schweinen. Die tägliche Nahrung besteht üblicherweise aus Mais und Bohnen. Es ist lebensnotwendig, dass Kinder beim Wasser- und Holzholen und bei der Feldarbeit helfen.

HIV/AIDS und Malaria sind die Haupttodesursachen, die vor allem die Elterngeneration wegraffen. Im Jahr 2004 übertraf die Todesrate im Gebiet Ngombe die Geburtenrate.

 


Weiterbau der Schule

Im Jahr 2006 werden dringend folgende Gebäude benötigt, deren Finanzierung noch nicht gesichert ist: wir brauchen zwei Internatsgebäude für Jungen und Mädchen (jedes ca. 12.000€),  dazu Sanitätshäuschen (ca. 4.000€), 80 Doppelbetten (40€ pro Bett), vier Klassenräume (ca. 14.000€). In den folgenden Jahren werden weitere Klassenräume, Unterkünfte, Bücherei, Krankenstation, Lehrerhäuser, Maismühle, Möbel, Elektrizität und die Erweiterung der Wasserleitung benötigt.

 
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